Spirituelle Kunst – DER TOD

Spirituelle Kunst – DER TOD

Es ist wahr:

Ich denke oft an den Tod

und ich denke gern an den Tod.

Nicht weil ich etwa so gerne sterben will,

ganz im Gegenteil.

Ich möchte noch lange leben und gesund sein.

Das Hauptmotiv ist die Bindung an meine Familie,

die Kinder und die Enkel.

Ich will nicht behaupten, dass ich karg lebe.

Aber GENIESSEN, möglichst viel und möglichst lang,

ist weniger mein Motiv.

Ich bin emotional gebunden.

Also ungeeignet für den Lebensstand der Entsagung.

Und doch denke ich gerne mal an den Tod.

Mir ist bewußt, dass er unvermeidlich ist.

Die größte Kunst des Lebens ist,

ihn ohne Widerstand zuzulassen,

wenn er nun mal eintritt,

denn jeder Widerstand erschwert den Prozess.

Ich habe gelernt, dass es nicht schlimm sein muss,

sogar erleichternd sein kann,

in den körperlosen Zustand außerhalb der bekannten materiellen Welt zu treten.

Allerdings ist es dafür nötig,

den biologischen, persönlichen, naturgemäß eingepflanzten Trieb,

das Leben möglichst zu erhalten und zu verlängern,

den Selbsterhaltungstrieb, zu überwinden.

Der Tod ist ein Prozess

und nach dem Tod erwartet uns ein Dasein frei von allen Bedingungen.

Ich denke gerne an den Tod,

denn dieser Zustand völliger Freiheit bedeutet für das hiesige Leben

gleichzeitig reine Weisheit.

Haben wir uns mit dem Prozess des Sterbens angefreundet,

haben wir nichts mehr zu befürchten.

Diese Vorbereitung hilft nicht allein beim Sterben,

sondern ebenso in allen Situationen des Lebens,

denn man lernt zu begreifen,

was Leben überhaupt ist.

 

 

 

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