Spirituelle Kunst – AUROBINDO

Spirituelle Kunst – AUROBINDO

Ein seiner selbst voll bewußtes Sein, das uneingeschränkter Herr seiner Selbst ist, hält das phänomenale Wesen, in das es involviert ist, in seinem Besitz, verwirklicht sich in Gestaltung und entfaltet sich im Individuum. … Die erfüllte Vollkommenheit dieses lichtvollen Hervortretens ist jener höchste Schritt des die Welt durchdringenden Vishnu,… wie wenn ein Auge seine seherische Kraft bis in den Himmel des Mentals ausweitet. Denn dieses Licht existiert schon als alles offenbarende und lenkende Wahrheit der Erscheinungen. Es wacht über die Welt und zieht den sterblichen Menschen zu sich hin, zuerst ohne die Erkenntnis seines bewußten Mentals durch den allgemeinen Gang der Natur, zuletzt aber bewußt durch fortschreitendes Erwachen und Selbst-Ausweitung, empor zu seinem Göttlichen Aufstieg.

Dieser Aufstieg zum Göttlichen Leben ist des Menschen Reise, sein Werk der Werke, sein willkommenes Opfer. Er allein ist des Menschen wirkliche Aufgabe und die Rechtfertigung für sein Dasein in der Welt. Ohne ihn wäre er nur ein Insekt, das zwischen anderen Eintagsfliegen auf einem Fleck aus Schlamm und Wasser herumkriecht, der es fertigbrachte, sich inmitten der schauerlichen Unermeßlcihkeiten des physischen Universums zu gestalten.

Aus „Das göttliche Leben“ von Sri Aurobindo

 

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Spirituelle Kunst – EXISTENZ DER SEELE

Spirituelle Kunst – EXISTENZ DER SEELE

Eine Religion,

die nicht nach der Seele fragt,

ist keine Religion.

Eine Wissenschaft,

die alles auf das materielle Gehirn

und seine Funktionen zurückführt,

ist eine materielle Wissenschaft.

Ein Entwicklungsschritt,

der seine festgelegten Grenzen nicht überschreitet,

sondern nur die vorhandene Technik bis zum Exzess ausweitet,

ist kein Entwicklungsschritt.

Der Schluss,

alles habe eine Seele,

dem man eine Seele gibt,

ist nicht richtig.

Rene Descartes meinte,

Tiere hätten keine Seele,

sondern funktionieren wie Maschinen.

Obwohl die Menschen damals glaubten,

Tiere hätten keine Seele

und Hunde ohne Narkose sezierten,

weil sie sie für Maschinen hielten,

haben Tiere trotzdem eine Seele.

Seelen werden nicht von Menschen verteilt,

weder an Maschinen noch an Tiere.

Seelen sind da.

Seelen werden auch nicht hergestellt,

indem ein Gehirn Gefühle erzeugt.

Die Mechanismen im Gehirn können Gefühle beeinflussen.

Aber das Bewußtsein ist ein Symptom der Seele.

Religion, die irgendwelche oder auch heilige Schriften wörtlich nimmt,

ist ebenso festgefahren und beschränkt,

wie Wissenschaft,

die neben den materiellen Zusammenhängen

keine Realität zulassen kann.

Subjektive Erfahrungen werden nicht allein durch Gehirnströme verursacht.

Milliarden Nervenzellen sind keine Erklärung für Bewußtsein.

Du brauchst keine Elektroden am Kopf,

sondern Meditation.

Du irrst, Harari,

Du bist beschränkt.

Du bist ein großer Denker,

aber irgendwie besessen.

Biotechnologie kann keine Religion ersetzen.

 

 

 

Spirituelle Kunst – DER TOD

Spirituelle Kunst – DER TOD

Es ist wahr:

Ich denke oft an den Tod

und ich denke gern an den Tod.

Nicht weil ich etwa so gerne sterben will,

ganz im Gegenteil.

Ich möchte noch lange leben und gesund sein.

Das Hauptmotiv ist die Bindung an meine Familie,

die Kinder und die Enkel.

Ich will nicht behaupten, dass ich karg lebe.

Aber GENIESSEN, möglichst viel und möglichst lang,

ist weniger mein Motiv.

Ich bin emotional gebunden.

Also ungeeignet für den Lebensstand der Entsagung.

Und doch denke ich gerne mal an den Tod.

Mir ist bewußt, dass er unvermeidlich ist.

Die größte Kunst des Lebens ist,

ihn ohne Widerstand zuzulassen,

wenn er nun mal eintritt,

denn jeder Widerstand erschwert den Prozess.

Ich habe gelernt, dass es nicht schlimm sein muss,

sogar erleichternd sein kann,

in den körperlosen Zustand außerhalb der bekannten materiellen Welt zu treten.

Allerdings ist es dafür nötig,

den biologischen, persönlichen, naturgemäß eingepflanzten Trieb,

das Leben möglichst zu erhalten und zu verlängern,

den Selbsterhaltungstrieb, zu überwinden.

Der Tod ist ein Prozess

und nach dem Tod erwartet uns ein Dasein frei von allen Bedingungen.

Ich denke gerne an den Tod,

denn dieser Zustand völliger Freiheit bedeutet für das hiesige Leben

gleichzeitig reine Weisheit.

Haben wir uns mit dem Prozess des Sterbens angefreundet,

haben wir nichts mehr zu befürchten.

Diese Vorbereitung hilft nicht allein beim Sterben,

sondern ebenso in allen Situationen des Lebens,

denn man lernt zu begreifen,

was Leben überhaupt ist.

 

 

 

Spirituelle Malerei – SPIRITUALITÄT IST SUBTILER

Spirituelle Malerei – SPIRITUALITÄT IST SUBTILER

Ja, Gott ist unerklärlich.

Das Licht, das Du gesehen hast, ist unerklärlich.

Auch die Worte „Gott“ oder „Licht“ können dafür nicht richtig sein,

denn man versteht gemeinhin etwas anderes darunter.

Am verwirrendsten ist von daher das Wort „Gott“.

Die Rationalisten glauben,

Spiritualität (oder Religion) wäre ein vom Kopf entworfenes Denksystem.

Solche gibt es in der Tat zahlreich,

sie können entweder nicht ernstgenommen

oder zeitweise als Hilfen angesehen werden.

Spiritualität (oder Religiosität)

ist eine tiefe Erfahrung.

Rationalisten oder Materialisten glauben,

Erfahrungen könnten nur in oder durch äußere Begebenheiten gesammelt

oder angestoßen werden.

Die inneren nehmen sie nicht ernst.

Damit sind jetzt nicht die altbekannten Gefühle

wie Traurigkeit, Freude oder Zorn gemeint.

Und auch diese werden ja gerne auf Reaktionen

und Funktionen im Gehirn reduziert.

Nein, gemeint sind hier echte Erfahrungen,

reale Erlebnisse.

Du erfährst etwas, dann weißt Du es.

Es ist eine Realität.

Spiritualität it eine Realität.

Du hast noch nie einen Tiefseefisch gesehen?

Er ist aber eine Realität.

Du hast noch nie Gott erfahren?

Er ist aber eine Realität

(bloß garantiert eine andere, als Du Dir vorstellst).

Du bist Gott schon mal begegnet?

Du hast das Licht gesehen?

Dann kannst Du Dich glücklich schätzen.

Du hast keine Ahnung davon, was Gott ist,

Du weißt aber, DASS Gott ist.

Du bist infiziert.

Deine kleinen persönlichen Seele

ist mit dieser unendlich großen in Verbindung geraten.

Sei es auch nur für einen Moment.

Nicht die Menge macht´s.

Verbindung ist Verbindung. Unvergesslich.

Dies ist nicht dasselbe wie ein Gefühl,

etwa Angst oder Zorn oder Enttäuschung.

Es ist eine Erfahrung.

Du kannst versuchen,

Deine Gefühle bei dieser Erfahrung zu beschreiben,

nie aber kannst Du befriedigend das benennen,

was Du sahst.

Sahst Du es? Spürtest Du es?

Es geschah Dir.

Gefühle gehören noch zur materiellen Welt.

Spiritualität ist subtiler.

Noch subtiler.

Noch viel subtiler.

 

 

Spirituelle Kunst – SPIRITUALITÄT UND EVOLUTION

Spirituelle Kunst – SPIRITUALITÄT UND EVOLUTION

Der philosophische Denkfehler ist,

die Evolutionstheorie

und die unteilbare Seele,

die unveränderlich ist,

würden sich ausschließen.

Natürlich erfährt etwas unveränderliches keine Evolution,

denn diese bedeutet ja Veränderung.

Es handelt sich hierbei aber um den Seelenkern,

der von Geschehnissen und Prozessen der Natur,

also der materiellen Lebenswelt,

unberührt bleibt.

Es ist so ähnlich wie beim sich drehenden Rad:

Der innerste Mittelpunkt steht still.

Es ist ähnlich wie mit dem eigentlichen Punkt:

Jeder Punkt, den wir machen,

ist dadurch schon wieder eine Fläche,

wenn auch eine sehr winzige.

In der Geometrie ist ein Punkt

aber wirklich nur ein Punkt.

Jeder gezeichnete Punkt

zeigt ihn nur symbolisch an.

Und dann ist da noch die Idee

mit dem Mittelpunkt des Wirbelsturms,

der stillsteht, sich nicht mitdreht…

Die Unfähigkeit der Philosophen und Wissenschaftler,

die unveränderliche Seele als Realität zu erkennen,

besteht darin,

 sich nicht vorstellen zu können,

dass es neben der uns bekannten normalen materialistischen Welt

gleichzeitig eine geistige, spirituelle,

nicht materielle, zeitlose Lebenswelt besteht,

außerhalb der uns bekannten Naturgesetze.

Umgekehrt bedeutet das nicht,

es würde keine Evolution stattfinden.

Sobald unsere Seelen

in die materielle, natürliche Lebenswelt geraten,

erleben wir Evolution.

Die ganze materielle Welt ist eine große Evolution.

Dies zu erleben schärft

und stärkt unser Bewußtsein.

Gib alle Arten von Religion auf,

sie sind irreführend!

Als Tatsache bleibt bestehen:

Es gibt ein permanentes Bewußtsein.

Ein großes Gesamtbewußtsein!

Es besteht jenseits von allem Materiellen.

Wer nur einmal in seinem persönlichen Dasein

auch nur kurz damit in Berührung gekommen ist, weiß,

dass die Wissenschaft

zwar eine hervorragende Errungenschaft

der denkenden Menschheit ist,

sich aber selbst in materieller Enge eingrenzt

und dadurch nicht über ihren eigenen Tellerrand hinausblicken kann.

Die geistige und kulturelle Evolution

führt uns aber weiter.

Am besten wir öffnen uns dafür,

auch wenn dieser Evolutionsschritt

so wie die vorherigen

zunächst unvorstellbar erscheint.

Spirituelle Malerei – WISSENSCHAFTLICHER MATERIALISMUS

Spirituelle Malerei – WISSENSCHAFTLICHER MATERIALISMUS

Wissenschaftlicher Materialismus.

Materieller Wissenschaftswahn.

Technologiewahn.

Als wenn die Weiterentwicklung der Menschheit

unverändert auf dieser Ebene

stattfinden müßte.

Das menschliche Streben nach Unsterblichkeit

und Verlängerung des Lebens

gleicht einem verbohrten Wahnsinn,

einer Besessenheit

von der Erklärung der Welt

auf rein materielle Weise.

Philosophen wie Gebser,

Wilber und Aurobindo

zeigen auf,

dass die Evolution

über den Materialismus hinausführt.

Die Menschheit steckt fest vor lauter Aufklärung,

wirft alles in einen Topf längst überholter

institutioneller, kopfgemachter Religion,

fürchtet sich vor althergebrachtem Aberglauben

oder spinnerter Esoterik,

wehrt sich gegen alles,

was auf nicht materielle Weise erklärt wird.

Man sagt,

Intuition sei nicht mehr als ein Bauchgefühl

und das Bewußtsein

ein Produkt der Gehirntätigkeit.

Gefühle die Folge von Hormontätigkeit.

Ich bestreite nicht gewisse materielle Zusammenhänge.

Die Welt funktioniert so.

Aber unser Bewußtsein

ist nicht das Ergebnis eines Gehirns,

sondern unser Nervensystem ist Ausdruck unseres Bewußtseins.

Ich, der Gott,

bin nicht der allmächtige Alleskönner,

sondern ich bin Deine Seele,

die in Dir wohnt

und von Dir geliebt werden muss.

Wir, die Seelen,

ich, der Gott,

bin in die materielle Welt

mit ihren Naturgesetzen gestiegen.

Je nachdem wie schlau ihr seid,

können wir uns,

von der engen Materie

und ihren unerbittlichen Gesetzen befreit, wiederfinden.

Die Aufklärung war ein wichtiger Schritt der Menschheit,

aber noch nicht das Ende aller Weisheit.

Die Gefühle

sind nicht nur Ausdruck von

und Reaktion auf

Überlebens- und Fortpflanzungsstrategien

auf irdischer Ebene.

Sie wirken auch auf höherer Ebene weiter

und sind Signale für unser Bewußtsein

und dieses besitzt auch ohne ein materielles Gehirn

die Fähigkeit zu bestehen.

Denn es ist Teil eines größeren Bewußtseins.

Spirituelle Kunst – JENSEITS DER MOLEKÜLE

Spirituelle Kunst – JENSEITS DER MOLEKÜLE

BLAUE BRÜCKE II - Öl und Acryl auf Leinwand, 9. November 2016

Es ist wirklich so:

Solange man nur in Molekülen denkt,

in biologischen, chemischen oder auch physikalischen Begriffen,

kann man niemals erfahren,

was Leben ist.

Solange man den lieben Gott

mit Rauschebart sieht

und über die üblichen Vorstellungen nicht hinauskommt,

kann man nicht begreifen,

was Leben ist.

Alles materielle Wissen besteht nur aus Fragmenten.

Es ist interessant und erbaulich,

sich mit diesen Fragmenten zu beschäftigen.

Aber es werden immer nur Puzzlesteine sein,

die man nie zu einem Ganzen zusammensetzen kann.

Das Ganze ist nicht mit dem rationalen Verstand zu erkennen.

Solange man nicht versteht,

dass Liebe

kein Gefühl / mehr als ein Gefühl ist,

sondern das Grundmaterial, der Ur-Baustoff

jeglichen Lebens, jeglicher Materie

und überhaupt der Welt ist,

tritt man auf der Stelle.

HALBE BLÜTE - Acryl auf Papier, 50 x 69 cm, 8. Februar 2016

Solange man sagt:

Gott ist in meinem Inneren,

um sein Ego zu stärken,

kann man Ihn nicht erreichen.

Solange man die Religion,

welche auch immer,

mit ihren Regeln und Dogmen,

mit Gott verwechselt, ebenso.

Die Schöpfung, das All, die Welt,

ist so komplex

und gleichzeitig so einfach.

Gott ist unermesslich groß

und gleichzeitig so klein wie ein Atom.

Du findest ihn jenseits von Schwarz und Weiß

und jenseits aller Worte.

BLAU-GRÜNE QUADRATE - Acryl auf Papier, 50 x 69 cm, 15. Oktober 2016